Was ist nur Ankündigung und was ist wirklich lieferbar?

Autobauer zaubern E-Autos aus dem Hut

Der Markt für Elektroautos ist nicht nur für Neueinsteiger höchst unübersichtlich. Je näher das Inkrafttreten des CO2-Flottengrenzwerts der EU von 95 g/km kommt, desto hektischer zaubern die Autohersteller neue Elektroautos aus dem Hut. Doch nicht jede Neuvorstellung, die durch die Medien geistert, ist auch wirklich bestellbar oder gar lieferbar. Parallel dazu verschwinden auch wieder altbewährte Stromer vom Markt, z.B. demnächst der Volkswagen E-Golf oder der BMW i3. Ständig tauchen neue Anbieter auf, z.B. e.GO, Sono Motors, Lynk & Co. oder die Volvo-Tochter Polestar und andere verabschieden sich in die Insolvenz, z.B. Fisker, Think Global oder EcoCraft. Hier noch den Überblick zu behalten ist gar nicht so einfach.

Verlässliche Informationsquellen sind rar

Das Internet ist voll mit veralteten und unvollständigen Listen von Elektroautos. Selbst das sonst so zuverlässige Wikipedia präsentiert eine Liste aller Serien-Elektrofahrzeuge bis 2019, die zwar fast 300 Fahrzeuge umfasst, aber eben nicht die neuesten und viele die in Deutschland nie zugelassen waren.

Der Versuch, dafür die BAFA Liste der förderwürdigen Elektrofahrzeuge zu nutzen, ist ebenfalls zum Scheitern verurteilt. Mehr als 180 Fahrzeuge sind dort gelistet (Stand 8.10.2019), viele davon sind leider schon abgekündigt, viele in unterschiedlichen Varianten doppelt und dreifach genannt. Dafür fehlen aber bereits bestellbare Fahrzeuge, wie der Volkswagen ID.3, genauso wie die richtig leckeren Modelle, die aufgrund ihres hohen Nettolistenpreises über 60.000 Euro nicht förderbar sind, z.B. der Porsche Taycan oder der Jaguar I-Pace. Die jeweils aktuellste BAFA Liste der förderwürdigen Elektrofahrzeuge findet sich unter: www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Elektromobilitaet/elektromobilitaet_node.html

Ein Lichtblick ist die Autodatenbank des ADAC

Eine wesentlich bessere Quelle ist die Autodatenbank des ADAC, nicht zu verwechseln mit dem Elektroautoüberblick des Automobilclubs vom 13. Juni 2019, der auch schon wieder veraltet ist: https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/e-mobilitaet/kaufen/elektroautos-uebersicht/. Hier fehlen alle seit Juni neu hinzugekommenen Modelle, z.B. der Volkswagen ID.3 oder der Porsche Taycan. Besser ist es daher, direkt in der Autodatenbank auf die Suche nach dem Wunschauto zu gehen: https://www.adac.de/infotestrat/autodatenbank/wunschauto/default.aspx und dort unter Motorart das Häkchen bei Elektro zu setzen und auf Aktualisieren zu klicken. Prompt werden alle in der Datenbank enthaltenen E-Autos aufgelistet. Zwar ist das Ergebnis auch nicht ganz perfekt, z.B. wird der Microlino angegeben, der noch nicht bestellbar ist und andere fehlen, wie z.B. der Chevrolet Bolt EV, den ein Importeur bereits in Deutschland anbietet, aber in Summe liefert der ADAC mit 43 aktuellen E-Fahrzeugen schon eine sehr gute Übersicht.

Suche nach Elektroautos in der Autodatenbank des ADAC

emobly gibt nur echten und bestellbaren E-Autos eine Chance

Alternativ zum ADAC bietet das Online-Magazin emobly.com unter https://emobly.com/de/autos/ einen hervorragenden und noch aktuelleren Überblick, der tatsächlich bestellbaren rein elektrischen Fahrzeuge, was hier jedoch fehlt sind alle Hybridfahrzeuge.

Übersicht bestellbarer E-Autos auf emobly.com

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