BMVI-Förderrichtlinie für öffentliche Ladeinfrastruktur – ein Erfolg?

So wichtig sind Ladesäulen für Elektroautos

Öffentlich zugängliche Ladesäulen sind so etwas wie die Lebensversicherung eines E-Auto-Fahrers. Natürlich werden E-Autos mit großem Abstand am häufigsten Zuhause oder am Arbeitsplatz mit neuer Energie versorgt, auf diese beiden Säulen des Ladens allein will sich aber kaum jemand verlassen, schließlich will man auch mit einem Elektroflitzer für alle Fälle gerüstet sein. Genau aus diesem Grund ist es das erklärte Ziel der Bundesregierung, den Ausbau öffentlich zugänglicher Ladepunkte weiter voranzutreiben. Ein bewährtes Rezept dafür sind Förderprogramme.

Die BMVI-Förderrichtlinie in Zahlen

Eines dieser Förderprogramme ist nun, nach vier Jahren Laufzeit abgeschlossen.
Zwischen 2017 und 2021 sind mithilfe des Bundesförderprogramm Ladeinfrastruktur in Summe 30.883 Ladepunkte bewilligt worden. Zwei Drittel der Ladesäulen sind aktuell allerdings noch gar nicht gebaut, geschweige denn in Betrieb genommen. Die Zahl der letzten Endes tatsächlich gebauten Ladesäulen wird also noch sinken.

Vom Förderprogramm profitiert haben nicht nur Unternehmen, sondern auch öffentliche Einrichtungen, Privatpersonen und Kommunen. Besonders erfreulich in diesem Zusammenhang: Knapp ein Drittel, nämlich 9.849 der bewilligten Ladesäulen, haben eine Leistung von mindesten 22 kW. Für E-Auto-Fahrer sind diese natürlich besonders attraktiv, schließlich geht das Laden damit deutlich schneller.

Eine Bedingung des Förderprogramms war es, dass wichtige Informationen wie beispielsweise die Auslastung der jeweiligen Ladesäule, oder die abgegebene Leistung derselben aufgezeichnet und an die Nationale Leitselle Ladeinfrastruktur weitergeleitet werden musste. Diese Daten sind wichtig, denn sie werden dazu verwendet, nachfolgende Förderprogramme noch effizienter zu gestalten.

Ausblick in die Zukunft

Und solch ein nachfolgendes Förderprogramm ist bereits geplant: Eine Neuauflage des Bundesförderprogramms Ladeinfrastruktur ist in der Pipeline, diesmal sind jedoch nicht 300, sondern 500 Millionen Euro an Fördervolumen veranschlagt. Gefördert werden sollen, analog zum nun ausgelaufenen Programm, Normal- und Schnellladesäulen. Der Sprecher des Leitungsteams der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur, Johannes Pallasch, bezeichnete das abgeschlossene Förderprogramm als einen Erfolg, auf dem in zukünftigen Förderprogrammen aufgebaut werden solle, damit „sich jeder Mensch in Deutschland auf eine gute Ladeinfrastruktur verlassen kann, egal wo.“

Quelle Beitragsbild: Andrew Roberts – Unsplash

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Wenn auch Sie auf dem Laufenden bleiben möchten, melden Sie sich hier zu unserem kostenlosen Newsletter an:

Loading