BMVI fördert gewerbliche und kommunale Flotten

20 Millionen für gewerbliche Flotten inkl. Leichtfahrzeuge

Kommunalen und gewerblichen Flotten soll der Umstieg auf Elektrofahrzeuge weiter vereinfacht werden. Das BMVI hat deshalb beschlossen, die Förderung dieser Flotten bis zum 31.3.2021 mit einem 20 Millionen Euro schweren Förderprogramm zusätzlich zu unterstützen. Mit dem Programm zielt das Ministerium vor allem auf Taxis, Dienstwagen und Kurierdienste, da deren jährliche Fahrleistung – und damit auch ihr CO2-Ausstoß – weit über dem Durchschnitt liegt. Aus diesem Grund ist es dem Ministerium von Andreas Scheuer, „sehr wichtig, den Umstieg von kommunalen und gewerblichen Flotten auf die Elektromobilität mit weiteren 20 Millionen Euro zu fördern.“ Was erst bei einem genaueren Blick auf die geförderten Fahrzeugklassen ersichtlich wird, dies ist die erste Bundes-Förderung von Leichtelektrofahrzeugen, wie z.B. dem Twike, dem Renault Twizy oder dem Artega Karo, die bisher bei allen Fördermaßnahmen, wie z.B. dem Umweltbonus, leer ausgegangen sind.

 

Für wirtschaftlich tätige Unternehmen und Kommunen

Profitieren sollen davon Elektrofahrzeuge der Klassen M1 (Fahrzeugtransport mit max. 8 zus. Sitzen), L2e (3-Rad mit bis 45 km/h), L5e (3-Rad mit über 45 km/h), L6e (Leichtkraftfahrzeug unter 250 kg bis 45 km/h) und L7e (Leichtkraftfahrzeug bis 400 kg zur Personenbeförderung), sowie Sonderfahrzeuge, die nicht den Klassen N1, N2 und N3 (Fahrzeuge zur Güterbeförderung) zugeordnet werden. Zudem wird auch die für den Betrieb der Fahrzeuge notwendige Ladeinfrastruktur gefördert. Für wirtschaftlich tätige Unternehmen beträgt die Förderquote zwischen 40 und 60 Prozent, kommunal genutzte Fahrzeuge und Ladesäulen können sogar mit bis zu 90 Prozent gefördert werden. Den Antrag finden Sie hier.

Zur Förderrichtlinie Elektromobilität

Das Förderprogramm ist Teil eines seit mehreren Jahren laufenden Projekts namens „Förderrichtlinie Elektromobilität“. Darin nimmt der Elektroantrieb nicht nur eine Schlüsselrolle im Hinblick auf das Erreichen der Klimaschutzziele ein, sondern man sieht darin auch eine industriepolitische Chance, Deutschland zum „Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität“ zu machen.
Das nun beschlossene Programm ist das zweite in dieser Form. Bereits im August des vergangenen Jahres kam es zu einem Förderprogramm, das sich primär an kleinere, mittlere und Handwerksunternehmen richtete und mit dessen Hilfe 2.500 Nutzfahrzeuge sowie 500 Ladeinfrastrukturen bei diesen Betrieben angeschafft wurden.

Plug-In-Hybride werden zunehmend von Förderprogrammen ausgeschlossen

Von diesem Förderprogramm ausgeschlossen sind explizit Plug-In-Hybride. Grund hierfür dürfte die geringe Nutzung des verbauten Elektroantriebes sein. Viele Hybrid-Fahrer betrachten das beigelegte Ladekabel nämlich mehr als symbolische Geste, als sie es zum Aufladen verwenden.

So geht aus einem Bericht der PHEV-Taskforce hervor, dass der elektrische Fahranteil privat genutzter Plug-In-Hybride im Schnitt bei 43 Prozent liegt, bei gewerblich genutzten Fahrzeugen sackt dieser Wert sogar auf 18 Prozent ab.

Eben weil der Löwenanteil der gefahrenen Kilometer also mit dem jeweils verbauten Verbrennungsmotor zurückgelegt wird, haben die Grünen Ende vergangenen Monats in einer kleinen Anfrage die pauschale Subvention der Plug-In-Hybride infrage gestellt.

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