Das Ende des Verbrennungsmotors

Verbrenner dominieren Zulassungsstatistik

Die Zulassungszahlen von Elektroautos steigen rasant – und das seit nun mehr über einem Jahr. Quasi im Monatstakt veröffentlicht das KBA Zulassungsrekorde bei den Elektroautos. Betrachtet man aber die absoluten Zahlen und nicht die oft dreistelligen Prozentangaben bei den Wachstumsraten, fällt auf, wie groß die Kluft zwischen den beiden Antriebsvarianten nach wie vor ist. Muss das Elektroauto also ein Nischen-Dasein fristen? Nein, denn obwohl der Verbrenner bei den Zulassungszahlen scheinbar uneinholbar weit vorne liegt, ist sein Ende bereits ausgemacht.

Automobilkonzerne geben dem Verbrennungsmotor ein Ablaufdatum

Erst vor wenigen Tagen kam die Nachricht aus Ingolstadt, dass Audi künftig nicht mehr in die Entwicklung neuer Verbrennungsmotoren investieren wolle und auch der große Bruder Volkswagen hat den Plan gefasst, lediglich noch in Weiterentwicklungen bestehender Motorenmodelle, aber keinesfalls mehr in die Konstruktion neuer Motoren investieren zu wollen. Der VW-Konzern ist hier aber längst kein Ausnahmefall, wie ein Blick durch die Automobillandschaft zeigt. Besonders Volvo mit dem Elektro-Spezialisten Geely im Hintergrund hat sich hier hervorgetan. Die Schweden wollen bis 2030 keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mehr vom Band rollen lassen.

Marschrichtung ist vorgegeben

Dass die Konzerne sich von ihrer Cashcow in Form des Verbrennungsmotors verabschieden, ist dabei nicht zuletzt auch auf die sich ändernden politischen Rahmenbedingungen zurückzuführen. In vier Jahren, also 2025, werden beispielsweise die geltenden Flottengrenzwerte der EU noch einmal deutlich nach unten korrigiert. Bis 2030 soll schließlich 60 Prozent CO2 eingespart werden. Hinzu kommt ebenfalls ab 2025 die neue Euro-7-Abgasnorm mit weiteren massiven Verschärfungen beim Schadstoffausstoß.  Vorgaben, die mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren nicht mehr zu erreichen sind und die die Konzerne zu einer weitgehenden Elektrifizierung ihrer Fahrzeugflotten zwingen.

Der Verbrennungsmotor ist ein Auslaufmodell – weltweit

Aber nicht nur in Europa droht den Konzernen Ungemach bei den Verbrennungsmotoren, sondern auch die Amerikaner liebäugeln unter der Führung Joe Bidens damit, dem Verbrennungsmotor ein Ablaufdatum zu verpassen. Erste Senatoren versuchen bereits, Druck auf den Präsidenten auszuüben. Unabhängig davon wollen aber auch die Amerikaner den durchschnittlichen Verbrauch der in Summe neu zugelassenen Autos deutlich senken.

Und damit liegen sie voll im Trend: Auch in Großbritannien, Japan und nicht zuletzt China, dem mit einem Anteil von 40% am Weltmarkt gigantisch großen und gleichermaßen wichtigen Markt, ist das Ende des Verbrenners bereits beschlossene Sache. In Summe handelt es sich hier um einen Absatzmarkt, der mit 30 Millionen PKW pro Jahr die Fahrzeugindustrie empfindlich treffen würde, wenn sie sich dem nicht anpassen würden. Eine Trendwende in den eigenen Reihen einzuleiten scheint daher nur folgerichtig.

Die Zeichen der Zeit

Natürlich muss an dieser Stelle auch klargestellt werden, dass in den meisten Staaten noch keine rechtlich bindenden Gesetze zum Verbrenner Ausstieg vorliegen. Aller Voraussicht nach handelt es sich hier aber nur um eine Frage der Zeit, schließlich ist es nicht zuletzt auch der Zeitgeist, der zu mehr Nachhaltigkeit und dementsprechend eben auch zu mehr Elektroautos drängt.

Quelle Beitragsbild: Andreas Lazic – Unsplash

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