Elektromobilität wird rentabel

Aller Anfang ist schwer

Mittlerweile ist klar: dem Elektroauto gehört die Zukunft. Jedes zehnte in Deutschland zugelassene Auto, hat mittlerweile ein elektrisches Antriebssystem, Tendenz nach wie vor stark steigend. Zwar steht der aktuelle E-Auto-Boom noch auf sehr wackeligen Beinen. Viele große Förderprogramme stützen den elektromobilen Höhenflug. Es zeigt sich aber zunehmend, dass sich das in nächster Zeit ändern könnte. Elektromobilität wird rentabel.

Die Auftragsbücher sind voll

Wie man mit Elektromobilität Geld verdienen kann, hat Tesla in den vergangenen Monaten gezeigt. Die Kalifornier haben unter der Führung Elon Musks aus einem oft als Luftnummer gescholtenen Fahrzeughersteller ein hochprofitables Unternehmen gemacht, das noch immer auf Wachstumskurs ist. Kaum ein Aktienwert hat sich in den letzen anderthalb Jahren so gut entwickelt wie der von Tesla. Der Fahrzeughersteller fährt nun die Ernte seiner zahlreichen großen Investitionen ein, die er schon vor Jahren getätigt hat.

Forschungsinvestitionen lohnen sich

Nun berichten auch andere Branchengrößen, wie der Fahrzeugzulieferer Bosch, davon, dass man bald in den Bereich vordringen werde, in denen man die hohen Kosten, die mit dem Einstieg beziehungsweise Umstieg hin zur Elektromobilität verbunden waren, Früchte tragen. Im Falle von Bosch sind diese Früchte bereits über 20 Milliarden Dollar schwer. Das jedenfalls ist das Auftragsvolumen, welches die Stuttgarter mit ihrer Elektromobilitäts-Sparte bereits akquiriert haben.
 Diese, da ist sich ihr Geschäftsführer Volkmar Denner sicher, „ist damit keine Wette auf die Zukunft mehr“, sondern schon längst in der Realität angekommen. „Wir verdienen die Vorleistungen zurück“, so Denner.

Auf jeden Fall waren die Vorleistungen üppig: Fünf Milliarden Euro haben die Stuttgarter in die Erforschung der Elektromobilität bereits gesteckt. Kaum ein Unternehmen in Europa hat hier mehr investiert. Die Gewinnschwelle, so der Plan des Unternehmens, solle bis 2024 erreicht werden. Auch wenn die E-Mobilität für die Zulieferer aufgrund geringerer Komplexität weniger Teile und somit weniger Umsatz pro neuem Kfz abwirft gleichen deutlich verkürzte Modellzyklen und somit häufigere Neuaufträge diese Verluste zumindest zum Teil wieder aus. Dass sich die Investitionen gelohnt haben, sieht man auch an den zahlreichen Patenten, die der Autozulieferer vor allem im Bereich grüner Mobilität in den letzten Jahren beantragt hat.

Gemeinsam mit Siemens gehört Bosch damit zu den zehn größten Unternehmen, mit den meisten Patentanträgen im Bereich saubere Umwelt und Energie. Das geht aus einer kürzlich veröffentlichten Studie der EPO (Europäische Patentorganisation) hervor. Auch Volkswagen hat hier in den letzten Jahren viel Boden gut gemacht. Der Autobauer findet sich in dieser Liste auf Platz zwölf wieder. Innovationstreiber sind aber nach wie vor die üblichen Verdächtigen: Toyota, Samsung und Panasonic.

Quelle Bildbeitrag: Thomas Kelley – Unsplash

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