Förderprogramm „Ladeinfrastruktur vor Ort“ startet im April

„Lademöglichkeiten genau dorthin, wo die Autos ohnehin schon parken“

Vor zwei Wochen wurde es in einem Interview bereits angekündigt, nun gibt es Details zum Förderprogramm „Ladeinfrastruktur vor Ort“. Los geht es damit bereits am 12. April, im Fokus der Förderung stehen vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die von der Corona-Pandemie besonders betroffen sind.

Was wird gefördert?

Mit dem neuen Förderprogramm soll KUMs die von der Corona-Pandemie besonders angeschlagen sind bei der Anschaffung von Ladeinfrastruktur für Elektroautos unter die Arme gegriffen werden. Vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur werden hier vor allem Unternehmen aus den Bereichen Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel genannt, die mit Ladesäulen und Netzanschluss attraktiver für Fahrer von Elektroautos werden sollen. 

Die Eckdaten der Förderung

Schnellladestationen, womit das Ministerium Ladestationen mit einer Leistung zwischen 22 und 50 Kilowatt meint, können mit bis zu 16.000 Euro gefördert werden. Die leistungstechnisch darunter angesiedelte „Normalladeinfrastruktur“ mit bis zu 4.000 Euro. In beiden Fällen beträgt die höchstmögliche Fördermenge 80 Prozent des Anschaffungspreises.

Auch der Netzanschluss selbst wird bei diesem Programm gefördert. Bei Niederspannung mit bis zu 10.000, bei Mittelspannung mit bis zu 100.000 Euro. Auch hier gilt in beiden Fällen wieder die 80-Prozent-Grenze. Wie schon bei der Wallbox-Förderung, gilt auch hier: Der für den Betrieb der Ladesäulen notwendige Strom muss umweltfreundlich erzeugt worden sein.

Förderanträge können bis Ende des Jahres gestellt werden. Der Fördergesamtbetrag darf die Summe von 200.000 Euro innerhalb des laufenden und der letzten zwei Kalenderjahre nicht übersteigen. Das liegt vor allem daran, dass es sich hier um eine De-minimis-Förderung handelt. Weil die Förderungen aus dem 300 Millionen Euro großen Topf allerdings nach dem Prinzip „Windhund“ vergeben werden, sollte man damit nicht zu lange warten.

Dass mit dem Programm, so wie von Andreas Scheuer angekündigt, eine Lösung für all die Menschen geschaffen werde, „die weder Zuhause noch beim Arbeitgeber laden können“ erscheint zwar ein wenig zu optimistisch, da die meisten der damit geschaffenen Ladelösungen keinen der beiden angesprochenen Ladepunkte ersetzen kann, dennoch ist es der Kundenakzeptanz aber sicherlich zuträglich. Kleinere Hotels beispielsweise können mit einer Lademöglichkeit für Elektroautos für Fahrer eines solchen deutlich attraktiver werden. Schließlich ist eine Übernachtungsmöglichkeit mit Lademöglichkeit für diese stark wachsende Zielgruppe ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Hotels.

Quelle Beitragsbild: Andreas160578 – Pixabay

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