Game Changer Elektroauto

Hersteller bringen erschwingliche Elektroautos auf den Markt

Toyota, Fiat und Peugeot haben diese Woche ihre neuen Elektroautos vorgestellt. Den Fiat 500 gibt es in der „Action“ genannten Basisversion bereits für etwa 23.000 Euro. Abzüglich der Umweltprämie von 9.000 Euro landet man so nahezu beim gleichen Preis, der für die benzinbetriebene Vorgängerversion fällig wurde. Der kleine Fiat steht sinnbildlich für eine Entwicklung, die Branchenkenner bereits vor Jahren aufgezeigt haben und die noch lange nicht am Ende angelangt ist, wie die Aussage von Herbert Diess deutlich macht: „Spätestens ab 2026 ist das E-Auto das bessere Konzept – ökologisch und ökonomisch.“ Die Gründe, welche den CEO des größten Automobilherstellers der Welt zu diesem Statement veranlasst haben, sind vielfältig.

Batterien werden immer günstiger

Ein Faktor ist dabei zweifelsohne der fallenden Batteriepreis. Während 2013 für eine Kilowattstunde circa 400 Euro veranschlagt wurden, können Hersteller mittlerweile mit beinahe einem Viertel (108 Euro pro Kilowattstunde) an anfallenden Kosten rechnen. Laut Prognosen ist damit jedoch noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, Analysten schätzen den Preis pro Kilowattstunde für 2025 auf 50 bis 70 Euro. Das schlägt sich natürlich auch auf den Verkaufspreis von Elektroautos nieder.

Die Ladeinfrastruktur wird immer weiter ausgebaut

Die fallenden Batteriepreise gehen Hand in Hand mit einer immer besseren und weiter ausgebauten Ladeinfrastruktur. Das liegt nicht nur daran, dass es neben Tesla mittlerweile zahlreiche weitere Hersteller von Elektroautos gibt, die sich auf die flächendeckende Verteilung von Elektrotankstellen spezialisiert haben, sondern auch an den vielen Förderungsmaßnahmen, die auf Seiten des Staates in die Wege geleitet worden sind.

Die unsichtbare Hand des Marktes

Und dann sind da natürlich noch die Gesetze des Marktes: Ein Produkt, welches im Vergleich zur Konkurrenz günstiger und gleichzeitig leistungsstärker ist, verkauft sich auf die Dauer einfach besser. Letzteres dürfte sich auch negativ auf den Wiederverkaufswert von Verbrennern auswirken. Dabei bleiben die Vorteile von Elektroautos stets dieselben: Bereits heute sind ein Tesla Model 3 oder ein Porsche Taycan ihren benzin- und dieselbetriebenen Konkurrenten in Puncto Leistung deutlich überlegen – und unterm Strich auch noch günstiger. Sobald die Elektroautos in der breiten Masse angekommen sind, werden diese Entwicklungen durch Skaleneffekte weiter verstärkt. Für die Endkunden heißt das: Bessere Performance zu einem geringeren Preis. Das Pendel schlägt gerade ganz gewaltig Richtung Elektromobilität aus. Das einzige Argument, das dem Diesel bis 2025 bleiben wird: Mann kann damit 1500 Kilometer am Stück zurücklegen. Aber wer will das eigentlich?

Quelle Beitragsbild: Fiat – fiat500-presse

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