Quer durch Deutschland – mit Elektroantrieb

Von Oberstdorf nach Sylt

Rainer Zietlow und Dominic Brüner haben es mit der ID.3-Deutschlandtour vorgemacht und stolze 28.198 Kilometer quer durch Deutschland rein elektrisch zurückgelegt. 65 Tage lang testeten die beiden die Langstreckentauglichkeit des ID.3 und damit auch, ob Deutschlands Ladeinfrastruktur für die elektrische Revolution schon bereit ist.

Die Anforderungen an eine solche Rekordfahrt sind groß, denn Elektroautos machen nicht nur beim Beschleunigen einen großen Unterschied, sondern fordern auch ein umsichtigeres Fahren. Sprich: Man sollte wissen, wie weit man mit der verbleibenden Akkukapazität noch kommt, wo sich die nächste Ladesäule befindet und wie man am effizientesten ans Ziel kommt. Kurzum: Elektroautos fordern mehr als den berühmten Bleifuß.

Um das bewusste Fahren mit dem elektronischen Antrieb zu schulen und den damit verbundenen Reiz nicht nur für elektroaffine Erwachsene, sondern auch für Kinder ein Stück weit erlebbar zu machen, gibt es nun das Brettspiel E gewinnt.

Autofahren als Brettspiel

E gewinnt gibt einen praxisnahen Einblick in den Alltag mit elektronischem Vehikel und bringt das Erlebnis Elektroauto auf den Punkt. Genauer: auf den Wohnzimmertisch.

Das Spiel beginnt mit der Wahl des passenden Autos und der Frage, ob man sich für den kleinen Flitzer, oder den Ladeboliden entscheiden soll. Auch die Wahl der Ladesäule spielt natürlich eine wichtige Rolle, schließlich gibt es nicht nur die schnellen AC-Ladepunkte, sondern auch die langsameren, welche nur DC-Ladestrom bieten.

Weil es auf der Autobahn flotter vorwärts geht, als auf der Landstraße, muss man sich nicht nur für einen Typ Ladesäule, sondern auch für einen Straßentyp entscheiden. Umgesetzt wird das durch die Wahl der Würfel.

Überraschung an der Ladesäule

Ob man überhaupt noch genug „Saft“ hat, oder es bereits Zeit ist, eine Ladesäule aufzusuchen, hängt stark davon ab, für welchen Fahrzeugtyp man sich anfangs entschieden hat. Je nach dem kann man dann unterschiedlich viele grüne Ladesteine auf seiner Autokarte platzieren. Ein Ladestein entspricht 5 kWh Batteriekapazität.

Egal für welchen fahrbaren Untersatz man sich anfangs entschieden hat, irgendwann ist es bei jedem einmal Zeit, den Akku wieder aufzuladen. Hat man eine der Ladesäulen erreicht, muss man vor dem Laden eine Ladekarte ziehen. Vom Zugeparkt-Werden, bis hin zum ausufernden Plausch hält diese die ein oder andere Überraschung parat.

Auch der Einfluss der Jahreszeiten wurde im Spiel bedacht. Eine entsprechende Uhr läuft während des Spiels mit und sorgt dafür, dass die Akkus während der vier Wintermonate langsamer ge- und schneller entladen werden.

So kann man die Weltrekordfahrt im ID.3 vom Sofa aus nachspielen und ganz nebenbei lernen, worauf es beim Fahren mit einem Elektroauto wirklich ankommt: vorausschauendes Fahren.

Update 14.12.2020: E gewinnt hat inzwischen das Finanzierungsspiel erreicht. Die Idee vom E-Auto-Fahren als Brettspiel hat 485Unterstützer gefunden. Gemeinsam wurden die erforderlichen 20.000 Euro dabei weit überschritten und ein Betrag von 27.005 Euro erreicht, womit die Erwartungen weit übertroffen wurden.

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