Schwere Zeiten dank Elektromobilität

Hersteller versuchen den Handel zu umgehen

Der neue elektrische VW ID.3 wird zwar erst Mitte 2020 ausgeliefert, aber ähnlich wie Tesla setzt Volkswagen verstärkt auf den Handel per Internet. Und das offensichtlich mit Erfolg. Während der Verkauf von Elektrofahrzeugen im stationären Autohandel eher zögerlich verläuft, haben sich seit Eröffnung der Online-Vorbestellung über 30.000 Kaufinteressenten mit einer Anzahlung von 1.000 Euro für den ID.3 1st registriert.

Ziel des Konzerns ist es, unter Umgehung des Handels und der Werkstätten so viele Fahrzeuge wie möglich direkt an den Mann und die Frau zu bringen.

Auch das Service-Geschäft fällt weitgehend weg

Für den Autohandel, der ohnehin bereits durch Beratungsdiebstahl – die Probefahrt wird im Autohaus vereinbart, gekauft wird der billige Reimport aus dem Internet – zu leiden hat, werden die Zeiten immer härter. Selbst wenn beim Verkauf eines Verbrenners dank Rabattschlacht und Onlinekonkurrenz kaum mehr Geld zu verdienen ist, kann über den Service noch Gewinn erwirtschaftet werden. Doch da E-Autos deutlich weniger mechanische Teile als Verbrenner haben und auch weitgehend auf Schmiermittel verzichten, sollen in Zukunft viele Wartungsarbeiten, die bisher von Werkstätten übernommen wurden, per Fernwartung erledigt werden.

Knallharte Vorgaben der Hersteller

Zu allem Übel werden den Händlern knallharte Verkaufsziele für E-Fahrzeuge vorgegeben und sie werden verpflichtet, dafür auch noch teure Ladeinfrastruktur in den Werkstätten nachzurüsten, ihre Mechaniker zu Hochvoltspezialisten und ihre Verkäufer zu E-Mobilitätsexperten weiterzubilden.

Dass das nicht reibungslos funktionieren kann, zeigt der aktuelle ADAC Werkstatttest mit einem deutlichen Qualifizierungsdefizit beim Handel mit Elektroautos auf.

Die eMobile Academy unterstützt den Handel

Die eMobile Academy unterstützt in dieser schwierigen Situation den Autohandel mit speziell zugeschnittenen Seminaren, die nicht nur das Verkaufspersonal für die neue Antriebstechnologie, sondern auch für die damit verbundenen Fragen hinsichtlich öffentlicher und privater Lademöglichkeiten fit machen. Zudem zeigen wir auf, wie es möglich wird, das wegbrechende Werkstattgeschäft durch attraktive Cross-Selling-Angebote zu kompensieren.

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