Wallbox-Förderung: Nachschlag bitte

Immer weiter, immer weiter

Die Wallbox-Förderung entwickelt sich zu einem echten Dauerbrenner. Nachdem das Programm im November angelaufen ist und direkt zum Absturz der Server geführt hat, ist seine Beliebtheit auch vier Monate später noch ungebrochen. Weil der 300 Millionen Euro große Fördertopf deshalb bereits schon vor einigen Wochen zur Neige zu gehen drohte, hat das Bundesverkehrsministerium den Betrag im Februar um 100 Millionen Euro aufgestockt.

Erneutes Aufstocken notwendig

Ein Tropfen auf den heißen Stein, denn die Flut an Anträgen und damit die auszuzahlende Fördersumme wachsen stetig weiter. Etwa 300.000 Anträge sind bereits beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur eingegangen. Das bedeutet auch, dass damit Fördergelder von insgesamt 270 Millionen Euro beantragt wurden, die nun bereits verplant sind. Im Zuge dessen sieht sich die Regierung nun abermals dazu gezwungen, das Förderprogramm um weitere 100 Millionen Euro aufzustocken.

Während Andreas Scheuer in diesem Zusammenhang noch einmal seinen richtigen Riecher bei der Wallbox-Förderung lobt und Olaf Scholz für die einhundert zusätzlich bereitgestellten Millionen Euro dankt, scheint mit dem Programm ein guter Weg beschritten, um dem oftmals als Flaschenhals des elektromobilen Wandels gescholtenen Mangel an Ladesäulen im privaten Bereich erfolgreich entgegenzuwirken.
Welche Ladesäulen förderfähig sind und was es dabei noch zu beachten gilt, erfahren Sie hier.

Quo Vadis Wallbox-Förderung

Um die Zahlen ein Stück weit interpretieren zu können, hilft ein Blick darauf, wer sich hier gerade an den Fördertöpfen bedient. Eine Zusammenfassung über die Kriterien der Förderung findet man auf der Seite der Kfw und bei der eMobile Academy. Weil das Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit dem Programm den Ausbau privat genutzter Stellflächen vorantreiben will, sind öffentliche Ladestationen davon ebenso ausgeschlossen wie die Wallbox die der Arbeitgeber bereitstellt.

Bei einer Fördersumme von 400 Millionen Euro und einer Förderung von 900 Euro pro Ladesäule, heißt das, dass 444.444 Ladestationen für die rein private Nutzung bereitgestellt werden – bis jetzt.

Das sind deutlich mehr, als aktuell Elektroautos auf Deutschlands Straßen unterwegs sind (knapp 310.000 laut KBA). Weil zudem viele E-Auto-Fahrer schon eine Ladestation in ihrer Garage haben, kann man davon ausgehen, dass ein großer Teil der nun beantragten Wallbox-Förderungen nicht für bereits in der Garage stehenden Elektroautos aufgewendet wird, sondern eine Investition in die Zukunft ist. Neben den E-Auto-Käufern, deren Zahl jeden Monat deutlich wächst, sind es aber auch viele Wohnungseigentümergemeinschaften, die darin eine gute Möglichkeit sehen, ihre Immobilie fit für die Zukunft und damit für Fahrer von Elektroautos attraktiv zu machen.

Wie man es auch dreht und wendet, in beiden Fällen ist die Förderung privater Ladestationen eine gute Idee und hat das Zeug dazu, den elektromobilen Wandel weiter voranzutreiben.

Quelle Beitragsbild: Possessed Photography – Unsplash

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