Zulassungszahlen des KBA bestätigen den Trend zum Elektroauto

Hersteller investieren zunehmend in Elektromobilität

Das letzte Jahr war für viele Industriezweige nicht leicht. Auch die Automobilindustrie blieb von den Folgen der Pandemie nicht verschont. Um satte 20 Prozent gingen die Neuzulassungen hierzulande zurück, nur eine Automarke konnte ihren Absatz in dieser Zeit weiter steigern: Tesla. Dass ausgerechnet der Elektroauto-Pionier aus Kalifornien von den Folgen der Coronakrise bis dato weitgehend verschont geblieben ist, überrascht nicht weiter, steht der Hersteller doch für einen Trend, der sich 2020 deutlich abzuzeichnen begann.

Der Erfolg der Kalifornier blieb den alteingesessenen Premiumherstellern freilich nicht verborgen und so verwundert es nicht, dass sich diese nun anschicken, sich gegenseitig mit immer neuen Aussagen bezüglich ihren Investitionen in die „neue“ Technologie zu übertreffen. BMW beispielsweise hat angekündigt, den Umsatz-Anteil seiner Elektrofahrzeugsparte bis 2023 auf etwa 20 Prozent erhöhen zu wollen und auch Volvo hat erst kürzlich verkündet, den Anteil an Elektroautos, welche sein Werk in Gent verlassen, bis 2022 auf 60 Prozent hochzuschrauben.

Klimaschutzziel 2030 nun doch erreichbar?

Aus deren Statistik geht nämlich hervor, dass 2020 knapp 200.000 Elektroautos zugelassen wurden. Das bedeutet auch, dass sich knapp 200.000 Autokäufer aktiv für diese Antriebsform entschieden haben, mit allen Vor- und Nachteilen, die es aktuell vor allem aufgrund des „dünnen“ Ladenetzes nach wie vor gibt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung von mehr als 200 Prozent, was umso erstaunlicher ist, wenn man die um 20% zurückgegangenen Zulassungszahlen im Hinterkopf behält.

Die Gründe, warum sich immer mehr Menschen für einen elektronischen, anstatt eines konventionellen, also eines diesel- bzw. benzinbetriebenen Motors entscheiden, sind vielfältig. Für die einen ist es der Umwelt-Aspekt, für die anderen das Fahrgefühl und für die Dritten die Faszination an der Technik, die mit deutlich weniger Verschleißteilen auskommt und dementsprechend weniger fehleranfällig ist.

Bei den insgesamt 194.163 batterieelektrisch angetriebenen Pkw entfiel der Löwenanteil an Neuzulassungen auf die Hersteller VW (23,8%), Renault (16,2%) und Tesla (8,6 %). Angesichts des E-Auto-Booms spricht KBA-Präsident Richard Damm davon, dass die E-Mobilität „in der Mitte der mobilen Gesellschaft angekommen“ sei. Grund hierfür, so Damm weiter, sei die positive Nutzererfahrungen, das wachsende Angebot an elektrisch betriebenen Fahrzeugen, sowie die Verlässlichkeit der Technologien selbst.

Im Zuge dieser positiven Entwicklung soll der elektronische Antrieb vom Kraftfahrtbundesamt ab dem Februar 2021 in einer monatlichen Veröffentlichungsreihe zu den Zulassungszahlen von Pkw Erwähnung finden.

Quelle Beitragsbild: Austin Distel – Unsplash

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